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Sozialbarometer Steuerreform

Volkshilfe Burgenland Vorsitzende LRin Verena DUNST fordert Umverteilung zugunsten der Zukunftschancen der Kinder

„Jetzt ist es Zeit, vermögensbezogene Steuern einzuführen. Mit dieser können wir drohende Finanzierungslücken im sozialen Bereich verhindern“, zeigt sich Volkshilfe Burgenland Vorsitzende LRin DUNST bei der heutigen Pressekonferenz überzeugt. LRin DUNST stützt sich auf aktuelle Ergebnisse des Volkshilfe Sozialbarometers. Die repräsentative Meinungsumfrage, die von SORA durchgeführt wurde, erhob die Einstellungen der ÖsterreicherInnen zum Thema Verteilung und Vermögenssteuer.

Der aktuelle Volkshilfe Sozialbarometer zeigt, dass die Bevölkerung finanzielle Ressourcen in Österreich stark ungleich verteilt sieht. Drei Viertel der Bevölkerung stimmen der Aussage, dass Vermögen, Besitz und Einkommen in Österreich gerecht verteilt sind, nicht zu. 91% wünschen sich eine Steuerreform, die die unteren Einkommensschichten entlastet und 80% sehen eine solche als bestes Mittel gegen weitere Konzentration von Vermögen an. Darüber hinaus finden 73%, dass wohlhabendere Schichten in Österreich einen Beitrag durch Steuern auf hohe Vermögen leisten sollen. Nicht zuletzt sind 78% davon überzeugt, dass finanziell Bessergestellte mehr Einfluss auf Politik und Gesellschaft haben. „Bereits im Jänner 2014 sprachen sich laut Volkshilfe Sozialbarometer 93% der ÖsterreicherInnen für die Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen aus. Dieser klare Handlungsauftrag an die Bundes-Politik kann mit den neuersten Ergebnissen nur noch einmal unterstrichten werden“, sagt LRin DUNST.

Vermögenssteuern vermindern enorme Ungleichheiten

„Reichtum ist in Österreich sehr ungleich verteilt“, kritisiert LRin DUNST. In Österreich besitzen die reichsten 10% der Haushalte beinahe 3/4 des Vermögens. Außerdem zeigen Studien, dass Unternehmens- und Vermögenseinkommen seit drei Jahrzehnten stärker steigen, als die Einkommen aus Arbeit. „Eine gerechte Steuerreform muss darauf abzielen, dass weiteren Vermögenskonzentrationen entgegengewirkt wird. Die Einführung der Vermögenssteuer ist außerdem wichtig, um den Wohlfahrtsstaat auf eine solide Basis zu stellen. Reiche müssen einen Beitrag leisten, um den Wohlfahrtsstaat zu finanzieren“, sagt LRin DUNST und fordert außerdem die Ausweitung der Negativsteuer, die vor allem den Menschen mit den kleinsten Einkommen zugute kommt: „Wir müssen alle jene, die unter 11.000 Euro pro Jahr verdienen, entlasten“.

Fokus bei der Verteilungspolitik auf Kinder legen

Die Verteilungspolitik müsse sich vor allem auf Familien mit Kindern sowie auf junge Menschen konzentrieren und deren Lernchancen verbessern. „Die Bildungsbeteiligung nimmt bei Menschen mit sozial schwachem Hintergrund laut OECD ab. Um die Zukunftschancen der Kinder zu fördern, braucht es einen neuen „Gemeinschaftsvertrag“ in unserer Gesellschaft“, sagt LRin DUNST. Zahlreiche Studien zeigen, dass sich Investitionen in den Sozialen Sektor auszahlen, wirtschaftlich durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Verhinderung von Folgekosten und gesamtgesellschaftlich, um die Chancen für benachteiligte Gruppen zu erhöhen. „Die Menschen in gleicheren Gesellschaften leben gesünder und länger. Sie haben eine bessere Bildung und es herrscht weniger Kriminalität und mehr Vertrauen in die Gesellschaft.

Daher fordern wir jetzt eine Umverteilung – für die Zukunftschancen unserer Kinder“, sagt sagt VOLKSHILFE Landesgeschäftsführer Eminger und wiederholt abschließend die Forderungen:

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