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Welt-Alzheimertag: Volkshilfe und Alzheimer Austria schlagen Alarm

Sozialbarometer zeigt: Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz nicht ausreichend oder unbekannt, Firmen nehmen auf die Bedürfnisse von pflegenden Angehörigen zu wenig Rücksicht

Wien, 15.09.2014

Im Zuge einer repräsentativen Umfrage erhob der „Volkshilfe Sozialbarometer“ die Einstellung der ÖsterreicherInnen zum Thema Demenz und Pflege. Anlässlich des Welt-Alzheimertags präsentieren Volkshilfe Bundesgeschäftsführer Erich Fenninger und die Präsidentin von Alzheimer Austria Antonia Croy nun die erschreckenden Umfrageergebnisse des „Volkshilfe Sozialbarometers“, der gemeinsam mit SORA erstellten Umfrage.
 

Umfrage bestätigt ExpertInnenmeinung


„Durch die oft auftretenden Verhaltensauffälligkeiten der Erkrankten glauben auch viele Angehörige, dass sie das niemandem anderen zumuten können. Das führt oft in sehr kurzer Zeit zu Depressionen und Burn-out-Symptomen bei den betreuenden Menschen“, sagt Fenninger. Auch Croy bestätigt diese Erfahrung: „Angehörige stehen immer mehr unter Druck. Insbesondere Frauen leiden unter der Doppelbelastung."

 

Volkshilfe Sozialbarometer: Demenz/Pflege from Volkshilfe Österreich

Dringender Handlungsbedarf

Österreich hat einen dringenden Handlungsbedarf“, sind sich Fenninger und Croy einig. Für die Entlastung der pflegenden Angehörigen ist ein kostenloses Coachingangebot nötig, damit sie mit den Belastungen besser umgehen können. Aber es braucht auch dringend den  Ausbau von leistbaren Betreuungs- und Pflegeangeboten.

„Hier sind die Länder gefordert, mit den vom Bund zur Verfügung gestellten Mitteln den überfälligen und flächendeckenden Ausbau zu starten“, fordert Fenninger und spricht sich vor allem für mehr Geld für innovative Pflege- und Betreuungsformen für Demenzkranke aus. Staatliche Anreiz können helfen, damit Unternehmen mehr Freiheiten für Pflegende schaffen. Aber hier ist auch auf betrieblicher Ebene noch Bewusstseinsarbeit nötig.

„Wir dürfen die pflegenden Angehörigen nicht weiter alleine lassen“, sind sich Croy und Fenninger einig. „Ein Altern in Würde darf in Österreich nicht von der Größe der Brieftasche abhängig sein.“


Demenzhotline für das Burgenland

"Demenzerkrankungen verändern nicht nur das Leben der Betroffenen. Pflegende Angehörige gehen bei der Sorge um ihre Liebsten oftmals an die Grenzen ihrer Belastungen" weiß Verena Dunst, ehrenamtliche Präsidentin der Volkshilfe Burgenland. "Deshalb ist es der Volkshilfe Burgenland ein großes Anliegen, Betroffene und Angehörige gemeinsam durch unsere multiprofessionellen Demenzteams zu unterstützen."

Das multiprofessionelle Demenzteam bietet Beratung für Angehörige, veranstaltet Angehörigenstammtische und stattet beschäftigungstherapeutische Hausbesuche ab. Hier das Angebot auf einen Blick.

In über 40 Veranstaltungen wurden in den letzten 6 Jahren über 1.000 Menschen im Burgenland in allen Bezirken in Veranstaltungen über die Thematik Demenz informiert und beraten. Über 400 Personen konnten eine Demenzdiagnostik in Anspruch nehmen. Fast knapp die Hälfte der Personen nahmen weiterführende Unterstützung durch professionelle Betreuung des Mobilen VOLKSHILFE Demenzteams Burgenland  in Anspruch.

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Ergebnisse Volkshilfe Sozialbarometer
Forderungen & Fakten

Am 18.09.2014 findet ab 14:00 in Mattersburg das 2. VOLKSHILFE Brain Walking, eine Kombination von Gedächtnistraining und Bewegung im Freien statt. Weiteres hier klicken

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Kostenlose DEMENZ-INFOHOTLINE
für das Burgenland
:
0676 / 8700 2 9000

Bezirk Neusiedl:
Maga Karin Fleischhacker
0676 / 8700 2 9079

Bezirke Eisenstadt, Mattersburg und
Oberpullendorf:

Maga Isabella Ertlschweiger
0676 / 8700 29069

BRAINWALKING - AKTIVIERENDE GEDÄCHTNISWANDERUNG
am 18.09.2014 in Mattersburg

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